Kaninchenbesitzer aufgepasst: RHD-Virus in Heidelberg

Liebe Kaninchenbesitzer,

in letzter Zeit sind bei Kaninchen auch in Deutschland zunehmend tödliche Infektionen durch eine Mutatation des RHD-Virus aufgetreten.

RHD ist die sogenannte "Chinaseuche", gegen die bisher schon häufig routinemässig geimpft wird, meistens zusammen mit der Myxomatose Impfung.
Die bisher angewendete Impfung schützt aber leider nicht gegen das neue, mutierte Virus, das RHD2 genannt wird.

Zur Zeit gibt es leider noch keinen spezifischen RHD2-Impfstoff, der eine Infektion vollständig verhindern könnte. Jedoch gibt es einen Impfstoff, der wenigstens vor schweren, tödlichen Verläufen dieser Erkrankung schützen kann.

Dafür müsste ihr Kaninchen 2 Impfungen im Abstand von 3 Wochen erhalten. Eine Wiederholung wird halbjährlich empfohlen.

Das ist alles, was man derzeit tun kann, bis irgendwann ein hochspezifischer Impfstoff verfügbar sein wird, der auch die Ansteckung verhindert.

In unserer Praxis haben wir bisher noch keinen Patienten mit dieser tödlichen Mutation gehabt. Wir haben aber von einer Kollegin aus dem Heidelberger Raum (Eppelheim) erfahren, dass Ende Mai 2016 zwei ihrer Patienten an dieser Infektion gestorben sind. Dass es sich tatsächlich um eine Infektion mit dem mutierten Stamm des RHD-Virus handelte, wurde vom Veterinärmedizinischen Untersuchungsamt in Karlsruhe bestätigt.

Die Übertragung des RHD2-Virus geht über fliegende Insekten, es kann also leicht von Heidelberg in unseren Raum schwappen, deshalb sind wir in Sorge und raten zur Impfung.
Die einzelne Impfung kostet 19.- plus Mwst.

beste Grüße vom Team für Tiere

Ulrich Wohlfarth Dr Angela Busse-Wohlfarth
die Kleintierpraxis in Kleingemünd