Meerschweinchen Stupsi ging es schon eine Weile nicht mehr gut.



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Ab und zu konnte man es jammern hören, es wurde immer dünner. Stupsi hat aber gefressen und getrunken. Der Kot war ok. Beim Untersuchen stellten wir blutigen Urin fest, die Blase war klein und sehr hart.

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Zunächst wurde Stupsi geröntgt. Das Röntgenbild zeigt einen großen Blasenstein und daneben (auf dem Bild wie ein graues Dreieck) eine kleine Menge Schlamm.

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Die Entstehung von Blasensteinen bei Nagern wird begünstigt durch ein Übermaß an kalziumreichen Futtermitteln wie z.B. Grünrollis und Luzerneheu. Auch Kräuter, Löwenzahn, Kohlrabiblätter und Brokkoli enthalten viel Kalzium, wobei aber Frischfutter durch den Wassergehalt weniger problematisch ist, da das Wasser den Harn verdünnt.

Stupsi haben wir durch viel Infusion gestärkt und dann ging es ab in den OP. Über so eine Kopfmaske bekommen die Meerschweinchen bei uns ständig Sauerstoff und Narkosegas während einer Op. Der Sauerstoff hat auch Stupsi sehr gut getan.

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Hier ist der Übeltäter zu sehen und daneben noch ein kleiner Blasenstein, der auf dem Röntgenbild nicht zu sehen war.

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Eine sorgfältige und schöne Naht sowie ein schickes Pflaster, dann kann Stupsi schon wieder den OP verlassen. Stupsi liegt übrigens ständig auf einer Wärmeplatte um Wärmeverluste zu minimieren. Denn durch eine Op können die kleinen Patienten gefährlich auskühlen, wenn man nicht vorbeugt.

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Ganz wichtig ist auch liebevolle Pflege für die Genesung. Stupsi bekam schon sehr bald nach dem Aufwachen die erste Futterportion eingegeben. So wird er schneller fit, denn Meerschweinchen sollen wegen ihrer speziellen Darmflora nicht fasten.

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Nach so einer gelungenen OP sind auch alle sehr zufrieden.

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2 Stunden später hat sich Stupsi schon wieder eine Portion leckeres Heu schmecken lassen, wenn das kein gutes Zeichen ist !

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Ihr Team für Tiere