Hund Willi verschluckt Rouladenspieße.

Die besten Rouladen weltweit gibt es im Raum Heidelberg, genau gesagt in Neckargemünd.

Das findet zumindest der sympathische Willi.

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Genau 3 Minuten ohne Aufsicht – in Worten Drei Minuten - haben ihm genügt, um 2 dieser prächtigen Rouladen zu verschlingen – aber mit den dazugehörigen 4 Spießen !
Das ist ihm nicht gut bekommen und das hat Willi´s Familie natürlich in helle Aufregung versetzt. Drei der Metallspieße sind hier im Magen gut zu erkennen, nur, wo ist der vierte Spieß?

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Hier im Brustraum über der Herzbasis steckt der gesuchte 4. Spieß noch in der Speiseröhre. ( Das große weiße ´Ei ` auf dem Röntgenbild ist das Herz, der darüber liegende schwarze Balken, der nach links zieht, ist die Luftröhre. Die grau- weißen Striche sind die Rippen, das Lungenfeld ist m.o.w. schwarz. )

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Wir haben Willi dann zunächst in Narkose gelegt, zur Stützung seines Kreislaufes ihm einem Dauertropf gegeben und mit einer großen Fremdkörperzange versucht den Fremdkörper in der Speiseröhre zu greifen, um Willi davon zu befreien.
Der Spieß ist jetzt ganz weit vorne im Hals gelegen und auf dem Bild zwischen Wirbelsäule und Luftröhre gut zu sehen:

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(Sie sehen auf dem Bild die Luftröhre schwarz dargestellt. Das ist praktisch die unterste Struktur des Halses bei dieser Lagerung. In der Luftröhre ist der Tubus sichtbar, mit dem Willi während der Narkose Sauerstoff bekommt. Darüber liegt die Speiseröhre mit dem Fremdkörper, die jetzt auch ein bisschen schwarz dargestellte Luft enthält. Die Spitze des Rouladenspießes zeigt auf das Schultergelenk. Oben dran ist die Halswirbelsäule dargestellt. (Am oberen Rand der Halswirbel sehen Sie übrigens den Mikrochip von Willi.)

Nachdem wir den Spieß aus der Speiseröhre endgültig entfernen konnten, ging es in den OP – Raum, um die restlichen Fremdkörper aus dem Magen zu holen. Dabei muss der Patient natürlich genau überwacht werden. Hier sehen Sie die Messung von Puls (PF, hier 109) und die Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes (SpO2, hier 97%):

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Und hier endlich der sichtbare Erfolg:

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Der Wundverschluss im OP ist danach dann nur noch eine Routine – Arbeit.

Am Ende gibt es noch ein kleines Pflaster:

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und zufriedene Gesichter im OP, hier Anke Bundschuh:

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Und nicht zuletzt eine Ermahnung von der Chefin, Dr. Busse – Wohlfarth an Willi, sich in Zukunft doch lieber fern zu halten von den verführerischen Rouladen..

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